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SowFair. Status: Aktiv.



Problem: Aufgrund von Abholzung sind in Brasilien heutzutage nur noch ca. 70% der Fläche des Amazonas-Regenwalds und weniger als 10% von der ursprünglichen Fläche des Atlantik-Regenwalds übrig. Kleinen Bauern mangelt es an Zeit, Materialien und finanziellen Ressourcen um ihre Produkte zu vermarkten, somit sind sie nicht in der Lage mit dem Angebot der Großhändler mitzuhalten. Außerdem ist es für sie schwierig, die Preise ihrer Produkte selbst zu bestimmen, weil sie an Zwischenhändler verkaufen müssen. Die brasilianische Soja Produktion in Monokulturen ist 20-mal großer als die von Bohnen und 8-mal großer als die von Reis, den traditionellen brasilianischen Nahrungsmitteln. Viele in Brasilien heimische Obst-, Gemüse- und Getreidesorten sterben aus, weil sie nicht mehr produziert werden. Dadurch mangelt es an einem Angebot von ökologischen, heimischen und fairen Produkten.

Lösung: Wir glauben, dass eine nachhaltige Agrarproduktion zur Lösung vieler dieser Probleme beitragen kann. Unserer Meinung nach bietet Agroforstwirtschaft die folgenden Vorteile: – Ökosysteme und die in ihnen enthaltene Biodiversität werden gestärkt, zeitgleich wird das Angebot an heimischen Produkten vielseitiger. Im Vergleich zu Monokulturen sind Produktionsbedingungen und Produkte gesünder für Mensch und Umwelt. – Die Bodenfruchtbarkeit wird erhöht, es treten weniger Schädlinge auf, welche leichter zu kontrollieren sind. Das lokale Mikroklima ist stabiler und die Niederschläge erhöhen sich. Durch die Wiedergewinnung von Gewässersystemen ist die Bodenerosion geringer. Dies alles kann zu einer höheren Produktivität führen, was langfristig einen geringeren Arbeitsaufwand ermöglicht. – Der aus unserer Sicht einfachste Weg eine nachhaltige Agroforstwirtschaft einzuführen ist die Vernetzung von kleinen Bauern mit der lokalen Gemeinde, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Zielgruppe: Kleinbauern in Santa Catarina (Brasilien) mit bis zu 50 Hektar Land und ländliche Gemeinden

Geschäftsmodell: SowFair möchte die Umsetzung von Agroforstwirtschaft unterstützen nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft. Das bedeutet, dass sich eine Gemeinde mit einem Bauern vernetzt und diese regelmäßig mit regionalem Obst und Gemüse versorgt werden. Durch eine Onlineplattform wird die Kommunikation, Organisation und das Engagement von ländlichen Gemeinden gefördert, um die Implementierung von Agroforstwirtschaft zu erleichtern. Die Onlineplattform bringt Individuen, die sich gesünder ernähren und dabei etwas für die Umwelt tun wollen, mit Bauern zusammen, die bereit sind, nachhaltige Agroforstwirtschaft einzuführen. In den Anfängen von SowFair übernehmen wir durch eine Marketingstrategie die Suche nach interessierten Gemeinden, die bereit sind, eine solidarische Landwirtschaft zu gründen. Sobald sich eine solidarische Landwirtschaft gegründet hat, ermöglicht SowFair dem involvierten eine Schulung zum Thema Agroforstwirtschaft und darüber hinaus Unterstützung in der Umstellung der Landwirtschaft durch einen Experten. Der Vorteil eines solchen Konzeptes ist, dass die Gemeinde mitbestimmen kann, welche Pflanzen-, Obst-, Gemüse- und Getreidesorten angebaut werden. Es wird ein monatlicher Beitrag an den Bauern für den regulären Ertrag seiner Ernte.

Aktuelle Meilensteine:

*Unsere virtuelle Präsenz durch eine Website und ein institutionelles Video aufbauen

*Eine Kampagne durchführen um mehr Bewusstsein für die sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme, sowie für die möglichen Lösungen zu schaffen

*Durch die Teilnahme an Wettbewerben, Möglichkeiten für die Finanzierung des Projektes finden

*Eine Crowdfunding Kampagne starten, um weitere Finanzierungsmittel zu erhalten